
in den Nationalrat
Katrin Zumstein auf FacebookDie Freiheit eines jeden hat als logische Grenze die Freiheit der anderen.
—Alphonse Karr
Die Politik in der Vergangenheit bildet das Gerüst für das Zusammenleben heute. Unser Staatssystem eröffnet uns die Möglichkeit, uns in wichtige Entscheidungsprozesse einzubringen und diese zu beeinflussen. Die Prinzipien des Rechtsstaates sichern unsere hohe Lebensqualität. Das Bewahren dieser wichtigen Werte verlangt jedoch, sie aufmerksam zu beachten und regelmässig zu pflegen. Nur so gehen sie nicht leichtsinnig verloren. Dies ist die Motivation für mein politisches Engagement.
Die Möglichkeiten, Familie zu leben, sind dank des gesellschaftlichen Wandels heute vielfältig. Oft fehlen jedoch für individuelle Modelle, welche Beruf und Privates miteinander verbinden wollen, flexible Arbeitszeitmodelle und Angebote zur Kinderbetreuung und Alterspflege. Durch eine zielgerichtete Unterstützung von Wirtschaft und Staat sind diese Mängel unbedingt zu beseitigen. Steuerliche Anreize wie höhere Abzugsmöglichkeiten für eine familienexterne Kinderbetreuung sollen es für Mütter und Väter attraktiver machen, einer beruflichen Tätigkeit gemäss ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten nachzugehen.
Dazu zwei meiner Vorstösse:
Dank einem gut ausgebauten sozialen Netz verhindern wir Elend. Diese Errungenschaft zeichnet unseren Staat aus. Allerdings ist dieser Anspruch nicht gratis. Ich bin bereit, meinen Beitrag im Sinne einer gelebten Solidarität zu leisten. Selbstverständlich stehen Eigen- und Selbstverantwortung an oberster Stelle. Es ist jedoch eine Tatsache, dass nicht jedermann die ihm zugeordnete Eigenverantwortung übernehmen kann.
Unser Gesundheitswesen ist im Umbruch. Der Bund will mit dem revidierten Krankenversicherungs-Gesetz die stetig steigenden Kosten senken. Wir im Kanton Bern werden uns damit zu befassen haben, die bundesrechtlichen Vorgaben in unser Spitalversorgungsgesetz einfliessen zu lassen. Ich setze mich dafür ein, dass unter den Spitälern ein fairer Wettbewerb stattfinden kann. Das zu erarbeitende Gesetz soll deshalb nur das Notwendigste regeln. Die Spitäler sollen ihre Verantwortung selbst übernehmen können – und tragen müssen. Nur dieser Weg führt zu tieferen Gesundheitskosten.
Durch meine berufliche Tätigkeit kam ich in den Kontakt mit den gesetzlichen Bestimmungen der Prostitution. Als liberal denkender Mensch ist es für mich im Umfeld unserer heutigen Gesellschaft nicht nachvollziehbar, dass unser höchstes Gericht den Beruf einer Prostituierten zwar als legal bezeichnet, die dazu gehörenden Berufsverträge aber als sittenwidrig diskriminiert. Diese Doppelmoral gilt es durch ein modernes, auf Toleranz basierendes Denken zu ersetzen.
Dazu meine Vorstösse im Parlament: